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02. Dezember 2010
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Landesbankskandal: Huber hat sich verrechnet

Harald Güller: Früherer Wirtschaftsminister ist seiner Kontrollpflicht im Landesbank-Verwaltungsrat nicht nachgekommen

Der Vizevorsitzende des HGAA-Untersuchungsausschusses Harald Güller stellt nach der Aussage des früheren Wirtschaftsministers Erwin Huber (CSU) heute fest, dass dieser seiner Kontrollpflicht als Landesbank-Verwaltungsrat überhaupt nicht nachgekommen ist. Güller: „Huber bezeichnet den Kauf der HGAA als höhere Mathematik. Dabei hat er sich allerdings kolossal verrechnet, was aber kein Wunder ist, denn im Jahr 2007 nahm er von Januar bis September nur an zwei von neun Sitzungen des Landesbank- Verwaltungsrates teil.“

Darüber hinaus sei er wohl der einzige Verwaltungsrat, der den entscheidenden Prüfbericht zum Kauf der Hypo Group Alpe Adria nach eigener Aussage nicht vollständig gelesen hat und weder Rückfragen gestellt noch den Kauf gestoppt hat, stellt Güller fest. Huber habe den Prüfbericht erst am 23. April am Nachmittag erhalten und dennoch bereits um 19 Uhr grünes Licht für die so fatale Kaufentscheidung geben, obwohl zahlreiche Hinweise auf Probleme vorlagen. Güller: „Er hat weder nachgefragt noch nachgehakt und ist seiner Kontrollfunktion überhaupt nicht nachgekommen.“
Interessant sei aber die von Huber im Untersuchungsausschuss geäußerte Auffassung, das bayerische Kabinett hätte den Kauf noch am 22. Mai 2007 stoppen können. „Damit stellt der frühere Wirtschaftsminister die Frage nach der Verantwortung aller Kabinettsmitglieder, nicht nur der Verwaltungsräte“, so Güller.

Huber hat sich verrechnet

Harald Güller, MdL, stellvertretender Vorsitzender des HGAA-Untersuchungsausschusses zur Zeugenvernehmung des ehemaligen CSu-Wirtschafts- und Finanzministers Erwin Huber.

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