Stoibers WM-Desaster
Hans-Ulrich Pfaffmann fordert von Staatsregierung Aufklärung zum ORH-Bericht in heutiger Sitzung des Haushaltsausschusses
Die heutige Vorstellung des ORH-Prüfberichts zur Task Force für die Fußball-WM 2006 im Haushaltsausschuss wirft für den SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann Fragen auf, die von der CSU-Staatsregierung nun zügig beantwortet werden müssen.
"Welche Konsequenzen trägt der Hauptverantwortliche, Ministerpräsident Stoiber, der sich anfangs großspurig als Macher und Visionär des WM-Programms feiern ließ. Jetzt, wo die Karre im Dreck steckt, ist er wie so oft, wenn etwas schief geht, abgetaucht," erklärt der SPD-Abgeordnete.
Als zweite Frage stellt sich für Pfaffmann die nach den finanziellen Schäden für den Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München, nachdem die WM-Planung wie ein Kartenhaus zusammengefallen ist. Auch die Tatsache, dass Herr Vorleuther schalten und walten konnte, wie er wollte, ist für den SPD-Abgeordneten äußerst problematisch. Hier müsse geklärt werden, warum der Mitarbeiter von Ex-Kultusministerin Hohlmeier freie Hand bei der Organisation hatte - ein in sich fragwürdiges Vorgehen.
Pfaffmann: "Jetzt gilt es zu retten, was noch zu retten ist. Nun muss die Staatsregierung aufzeigen, was nach dem Desaster der Task Force getan werden kann, um doch noch ein sinnvolles Programm für die Fußball-WM zu organisieren."
Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Vorsitzender des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit. Sprecher der oberbayerischen und Münchner SPD-Landtagsabgeordneten.