
Im heutigen Bildungsausschuss hat die CSU Fraktion die Katze in Sachen Hauptschule aus dem Sack gelassen. Nach Äußerungen des Abgeordneten Georg Stahl (CSU) beabsichtigt die CSU die regionale Zusammenfassung von Hauptschulen zu größeren Hauptschulstandorten in Bayern. Die Konsequenz dieser gravierenden schulstrukturellen Absichten ist die Schließung von Hauptschulen vor Ort.
"Ein weiteres Mal", so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann, "trägt die CSU Unruhe in die Schulen, anstatt wie seit Monaten gefordert, für ausreichend Lehrer, kleinere Klassen und individuelle Förderung zu sorgen. Stattdessen wird aus Kostengründen eine Schulstandortdebatte angezettelt."
"An diesem Beispiel wird erkennbar, wie plan- und ziellos die CSU in Sachen Schulpolitik handelt", so Pfaffmann weiter, "Seit Jahren verspricht die Regierungspartei eine Stärkung der Hauptschulen, was dringend notwendig ist. Jetzt wissen Schüler, Eltern und Bürgermeister, was die CSU unter Stärkung versteht - nämlich Standortschließungen zugunsten von großen Schulzentren. Das ist das Ende der wohnortnahen Hauptschule in Bayern."
Die SPD-Fraktion werde einem Kahlschlag bei den Schulstandorten Widerstand entgegenbringen, betont Pfaffmann. Nicht die Schließungen von Schulstandorten und damit die Verschlechterung der Attraktivität von Gemeindegebieten sei das Ziel vernünftiger Schulpolitik, sondern die Erhöhung von Bildungsinvestitionen. "Dafür wird die SPD-Fraktion im Nachtragshaushalt kämpfen", so Pfaffmann.
(08.12.2005)