
SPD-Fraktionschef beim heutigen Weltjugendtag der Erzdiözese München und Freising: CSU-Forderungen widersprechen christlichem Weltbild
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Franz Maget, hat heute beim Weltjugendtag der Erzdiözese München und Freising der CSU plumpe Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen und stärkere Anstrengungen zur Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher gefordert. "Die Jugend in unserem Land muss die Zukunft gemeinsam bewältigen. Dabei müssen Deutsche und Ausländer zusammenfinden und eine Gemeinschaftsleistung schaffen," betonte Franz Maget.
Deutliche Kritik übte Maget an der jüngsten Entscheidung des bayerischen Kabinetts und Äußerungen führender CSU-Mitglieder an diesem Wochenende: "Plumpe ausländerfeindliche Töne bringen uns nicht weiter, sondern verschlimmern objektiv die Lage unserer Gesellschaft. Außerdem widersprechen sie eklatant dem christlichen Weltbild. Statt jetzt wieder gegen Ausländer zu hetzen, sollte die Regierung Stoiber endlich Versäumnisse der Vergangenheit beheben."
Der Schule und der Berufsausbildung komme dabei besondere Bedeutung zu. Es ist eine Schande, so der SPD-Fraktionschef, dass auch in Bayern Kinder eingeschult werden, die nicht Deutsch sprechen. Das sei nicht den Kindern und ihren Eltern allein anzulasten, sondern in erster Linie dem Versagen der CSU in der Kinderbetreuung und der Sprachförderung.
Überfällig ist nach Ansicht des SPD-Politikers der vordringliche flächendeckende Ausbau von Ganztagsschulen. Franz Maget: "Gerade Jugendliche in sozialen Brennpunkten dürfen nicht sich selbst überlassen werden, sondern brauchen pädagogische Angebote. Statt populistische Reden zu schwingen und die Kürzung von Sozialleistungen zu fordern, sollte sich Stoiber und sein Kabinett endlich an die Arbeit machen und den Schulen dabei helfen, ihre schwierigen Probleme zu lösen. Vorschläge zur Verbesserung liegen von der SPD seit Jahren auf dem Tisch."
(09.04.2006)