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Stoibers Rezept im Kampf gegen ausländische Kinder und ihre Familien: Bußgelder, Regelschulverbot, Zwangskurse, Strafen und Ausweisung

Der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dr. Linus Förster, zu den ständigen Attacken des CSU-Chefs und nun des gesamten Vorstands

"Die immer schärfer werdenden Töne aus der CSU gegen ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger nähern sich mittlerweile zunehmend den politischen Vorschlägen der ausländerfeindlichen rechten Szene an", stellt der jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Linus Förster, fest. "Für eine Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind Selektion, Ordnungsrecht und Ausweisungsdrohung jedenfalls nicht geeignet - dafür aber zum Anheizen von Ressentiments."

Förster: "Die CSU weist außerdem mit ihren Attacken gegen Rot-Grün auf ihr eigenes völliges politisches Versagen in der Integrationspolitik hin, denn die CSU hat seit Jahrzehnten nichts als autoritäre Sprüche parat, wenn es um zentrale Aufgabenstellungen in dieser Gesellschaft geht. Die Unterstützung für Kinder und Jugendliche ist eine der höchsten Aufgaben, die sich einem Politiker stellen."

"Mit empörender Ignoranz und Desinteresse an der Zukunft junger Menschen verweigern Stoiber und Söder sich ihren Aufgaben in der Integrationspolitik. Was haben sie an positiven Konzepten und Programmen vorzuweisen?", fragt der SPD-Jugendsprecher. "Nichts! Kein Wort, wie Integrationskurse finanziert und organisiert werden könnten. Kein Wort, wie die CSU gedenkt, endlich die vielfachen ehrenamtlichen Bemühungen in Kirchen und Verbänden ausreichend zu unterstützen. Kein Wort, wie die vielen Konzeptvorschläge aus der Fachwelt endlich umgesetzt werden sollen."

"Die Situation einer gehörigen Anzahl von Migrantenfamilien ebenso wie von immer mehr deutschen Familien, die an der Armutsgrenze leben, ist von Perspektivlosigkeit und Desorientierung gekennzeichnet. Diese Menschen brauchen Würde, Hoffnung und Unterstützung, keine dummen Sprüche und autoritäre Rauswurfattacken. Die Kinder und Jugendlichen aus diesen Familien brauchen Organisationen – die gibt es – die ihnen Zuneigung, pädagogische Begleitung und positive Erlebnisse mitgeben; und diese Organisationen brauchen die Unterstützung der Politik und keinen Amoklauf der CSU", betont Förster.

 

 

 

(10.04.2006)