Kontakt RSS-Feed Impressum Sitemap
Aktuellen Inhalt drucken  Download als PDF  Artikel weiterempfehlen

SPD-Familiensprecherin Strohmayr: Bayern bleibt bei der Kinderbetreuung Entwicklungsland - Etatsteigerung unzureichend

Abgeordnete2005/Strohmayr_Simone.jpg Insbesondere Gruppengrößen von bis zu 27 Kindern müssen reduziert werden - letztes Kindergartenjahr für alle verpflichtend und kostenfrei machen

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr, begrüßt die Absicht der Staatsregierung, im kommenden Doppelhaushalt des Freistaats die Mittel für Kinderbetreuung aufzustocken. "Es ist gut, wenn die Staatsregierung endlich begriffen hat, dass auf dem Gebiet der Kinderbetreuung Bayern Entwicklungsland ist und dass dringend etwas getan werden muss", stellt die SPD-Familiensprecherin fest. "Längst wurde bei der Kinderbetreuung der Anschluss an ein europäisches Niveau versäumt. Bayern liegt darüber hinaus mit einem Versorgungsgrad der unter Dreijährigen von 5, 7 Prozent weit unter dem Durchschnitt der alten Bundesländer von 9,6 Prozent."

Aber nicht nur der Ausbau von Kinderbetreuung ist in Bayern erforderlich. Verbessert werden müssen auch die Bedingungen in den Kindergärten, damit vorschulisches Lernen endlich überall umgesetzt werden kann, fordert Strohmayr. Insbesondere müssen die Gruppengrößen von bis zu 27 Kindern reduziert werden, erst dann kann zum Beispiel gezieltes Sprachtraining erfolgen. "Besonders wichtig wäre es in diesem Zusammenhang, das letzte Kindergartenjahr verpflichtend und kostenfrei für die Eltern einzurichten. Nur so kämen endlich alle Kinder in den Genuss vorschulischen Lernens im Kindergarten."

"Schade ist nur, dass der Betrag von 35 Millionen Euro nicht ausreichen wird, um all die Defizite in Bayern auszugleichen. So wird auch in Zukunft voraussichtlich nur 'Kosmetik' im Bereich der Kinderbetreuung in Bayern erfolgen können. Es bleibt der Verdacht, dass diese 'Kosmetik' nur die Einsparungen und Verschlechterungen überdecken soll, die mit dem neuen BayKiBiG einhergehen", meint die SPD-Familiensprecherin.

 

(08.09.2006)