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Bildungspolitik: CSU ist reformunfähig

Neue OECD-Studie zeigt: Schülerinnen und Schüler werden nicht nach ihren Begabungen gefördert - Das reichste Bundesland muss mehr in Bildung investieren - Bayern hat niedrigste Abiturientenquote

Der SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann sieht nach den Ergebnissen der jüngsten OECD-Studie dringenden Handlungsbedarf für Bayern: "Die Studie ist ein weiterer Beweis für den dringenden Reformbedarf in der bayerischen Schulpolitik. Hier gibt es die bundesweit niedrigste Abiturientenquote. Die Selektionsschule führt  also im internationalen Vergleich ins Abseits. Die passende Antwort auf die dramatische Entwicklung kann nur heißen: Die individuelle Förderung der bayerischen Schülerinnen und Schüler muss unverzüglich ausgebaut werden." Der SPD-Bildungssprecher spricht sich ausdrücklich dafür aus, bereits den Vorschulbereich einzubeziehen. Darüber hinaus fordert Pfaffmann eine längere gemeinsame Schulzeit aller Schüler: "Bayern verschleudert durch die hohe Selektion Intelligenzressourcen der Kinder und verschlechtert ihre Zukunfts- und Lebensperspektiven. Auch die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Betriebe im internationalen Vergleich nimmt dramatisch ab.

Die SPD hält folgende Maßnahmen für dringend notwendig:

  1. Deutliche Anhebung der Bildungsinvestitionen für optimale Förderung und kleinere Klassen,  mehr Lehrer und kleinere Lerngruppen. Auch Förder- und Stützkurse für leistungsschwächere Schüler in bestimmten Fächern sollen möglich sein.
  2. Längere gemeinsame Schulzeit: Abschaffung der Selektion der Schülerinnen und Schüler durch längere gemeinsame Schulzeit. Kooperation von Haupt- und Realschule.
  3. An allen Schulstandorten muss die Mittlere Reife möglich sein.
  4. Mehr Ganztagsschulen, um den Unterrichtsablauf zu optimieren, um auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können und mehr Zeit zum Üben und Lernen zu gewinnen.

Die SPD wird sich auf ihrer Fraktionsklausur in Schney intensiv  mit dem Thema Bildung beschäftigen.  Ein Schwerpunkt ist die individuelle Förderung. "Nach der neuen OECD-Studie zeigt sich erneut: Die CSU hat weder die Kraft noch den programmatischen Hintergrund, die notwendigen Reformen in der Schulpolitik einzuleiten und umzusetzen. Die CSU ist reformunfähig.  Die SPD steht dagegen für eine nachhaltige Reformpolitik in Bildungsfragen. Wir werden mit aller Kraft auf die schulpolitischen Erfordernisse der heutigen Zeit reagieren", erklärt Pfaffmann.

(12.09.2006)