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SPD-Bildungspolitikerin Weikert fordert maximal 20 Schüler in jahrgangskombinierten Klassen

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Die SPD-Bildungspolitikerin Angelika Weikert fordert in einem Landtagsantrag verbindliche Klassenstärken für jahrgangskombinierte Klassen und Anrechnungsstunden für die unterrichtenden Lehrkräfte. Jahrgangskombinierte Klassen wurden in den letzten Jahren verstärkt in Gebieten, die an Schülerrückgang leiden, eingerichtet, um wohnortnahe Schulen zu erhalten. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse sowie der 3. und 4. Klasse in jeweils einer Klasse zusammengefasst.

Aus pädagogischer Sicht ergeben sich mehrere Vorteile: Die unterschiedlichen Begabungen der Schüler können besser gefördert werden und erhalten durch die Altersmischung einen wertvollen Beitrag zu ihrer persönlichen Entwicklung. Allerdings richtet die CSU-Staatsregierung jahrgangskombinierte Klassen nicht aus pädagogischen, sondern vorwiegend aus finanziellen Gründen ein, d.h. um Ausgaben für zusätzliche Lehrkräfte zu sparen. Modellversuche zeigten jedoch, dass nur wenn die Rahmenbedingungen für die Kombi-Klassen stimmen, dies auch positive Auswirkungen auf die Sozialkompetenz der Kinder hat.

Dazu seien Klassen von höchstens 20 Schülern und Anrechungsstunden für die Lehrkräfte notwendig, so Weikert, denn der Unterricht sei mit deutlich mehr Arbeitsaufwand für die Lehrkräfte verbunden. Gleichwohl wurden den Schulen bislang zusätzliche Lehrerwochenstunden nur nach Budgetlage der Schulämter zugewiesen. Folglich erhielten die Schulen mal mehr, mal weniger Lehrerwochenstunden. Roulettespiel auf Kosten der Schüler ist nicht gerecht, kritisiert Weikert.

 

(15.06.2007)