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Gymnasien sind auf Schüleransturm nicht vorbereitet

Abgeordnete2005/Pfaffmann_Hans_Ulrich.jpg Bildungssprecher Pfaffmann: Schulstruktur ideologiefrei diskutieren

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann führt den Ansturm auf die bayerischen Gymnasien auf die Angst vieler Eltern um einen guten Schulabschluss ihrer Kinder zurück, weniger auf eine gestiegene Attraktivität der Schulform. Die Gymnasien sind seiner Meinung nach überhaupt nicht auf einen solchen Ansturm vorbereitet. "Es fehlt an allen Ecken und Enden sowie an Lehrern und Lehrerinnen. Damit gerät eine gute Ausbildung der Schülerinnen und Schüler am Gymnasium in Gefahr", erklärt der Bildungspolitiker. Er fordert nicht nur ein Landesinvestitionsprogramm zum Ausbau der Schulräume, sondern auch die Einstellung von mehr Lehrern. Außerdem müsse es schnell mehr gebundene Ganztagsschulen geben - besonders für die Gymnasien.

Pfaffmann bedauert, dass die Staatsregierung offenbar kein Konzept habe, mit dem geänderten Übertrittsverhalten umzugehen. Auch das Übertrittsverfahren im Alter von zehn Jahren und die Schulstruktur  müssten ideologiefrei diskutiert werden, so Pfaffmann. Im Mittelpunkt aller schulpolitischen Bemühungen sollte die individuelle und altersgerechte Förderung stehen. Dieser Diskussion verweigere sich aber die Staatsregierung: "Immer wieder muss betont werden, das die Staatsregierung alle Bemühungen und Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen abgelehnt hat und somit die volle und alleinige Verantwortung für die dramatische Lage an den Schulen trägt", stellt Pfaffmann fest.

(20.06.2007)