
SPD-Bildungssprecher Pfaffmann: Staatsregierung gibt keine Antworten auf die Probleme auf dem Land
Der ländliche Raum in Bayern muss gestärkt werden. So weit sind sich der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann und Ministerpräsident Stoiber einig. Doch dann gehen die Meinungen schon auseinander: Ein Kongress zur Bildung im ländlichen Raum sei eine gute Sache, doch bewirke dieser wenig außer den scheidenden Ministerpräsidenten noch einmal wirkungsvoll in Szene zu setzen, so Pfaffmann. Doch die Schulen auf dem Land brauchen mehr als das:
Tatsache ist:
- Die Staatsregierung hat bereits viele Teilhauptschulen geschlossen und wird weitere schließen. Dadurch wird der ländliche Raum geschwächt.
- Es gibt keine Bestandsgarantie für einzügige Hauptschulen.
- Die Staatsregierung lässt die Sachaufwandsträger von Schulen oft genug finanzielle im Regen stehen.
- Schüler und Schülerinnen müssen weite Wege in Kauf nehmen, um ein für sie passendes Schulangebote zu erreichen.
- Die Staatsregierung gibt keine Antwort auf die demografische Entwicklung.
- Die Regionen haben nach wie vor keinen Einfluss auf ihre eigene Schullandschaft.
"Das sind die Versäumnisse der Staatsregierung. Wenn ich das mit dem vergleiche, was Herr Stoiber sagt, dann muss ich feststellen: Die Politik der Staatsregierung ist es, den Menschen ein X für ein U vorzumachen. So sinnvoll Kongresse vor Ort sind, von der Staatsregierung brauchen die Menschen echte Lösungen für ihre Probleme", erklärt Pfaffmann, der ein Ende des bildungspolitischen Kahlschlags auf dem Land fordert. "Wir wollen eine Bestandsgarantie für Hauptschulen und Investitionen auch auf dem Land", fordert der Münchner Abgeordnete.
(27.07.2007)Links zum Thema