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SPD-Landtagsfraktion fordert Maßnahmen gegen Bienensterben

mdl/HECHT.jpg Inge Hecht: Staatsregierung soll Imker unterstützen

Die Staatsregierung soll Maßnahmen ergreifen, um das Bienensterben in Bayern einzudämmen. Den Verlust von 30 bis 50 Prozent der Bienenvölker in Bayern bezeichnet die Verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Inge Hecht, als "dramatische Entwicklung von größter ökologischer Bedeutung." In der Region Garmisch-Partenkirchen verloren Imker sogar 70 Prozent ihres Bestandes. Die SPD-Parlamentarierin fordert die Staatsregierung nun auf, die betroffenen Imker beim Ankauf neuer Bienenvölker finanziell zu unterstützen.

Ursache des Bienensterbens ist nach neuesten Erkenntnissen der aus Übersee eingeschleppte Kaschmir-Virus. Im bayerischen Landwirtschaftsministerium hatte man das Auftreten dieses Erregers in Mitteleuropa bis vor Kurzem noch bestritten. Hat hier das Haus von Staatsminister Josef Miller (CSU) versagt? Inge Hecht verlangt nun umfassende Information und fragt: "Welche Maßnahmen hat das Ministerium ergriffen, um die Ursache des Bienensterbens zu ermitteln?" Das Landwirtschaftsministerium soll so schnell wie möglich ein Konzept zur Bekämpfung des Virus vorlegen und dabei auch mögliche Folgeschäden an Kulturpflanzen berücksichtigen.

Die geschädigten Imker, davon geht die SPD-Abgeordnete aus, werden in erster Linie im Ausland neue Bienenvölker einkaufen, da diese preiswerter sind als in Deutschland. "Auch hier ist die Staatsregierung gefordert, um das Einschleppen neuer Krankheiten nach Bayern zu verhindern," stellt Inge Hecht fest.

(04.04.2003)