
Franz Maget fordert Staatsregierung auf, Bargeld ausbezahlen. Keine Mehrkosten für Freistaat
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Franz Maget, fordert die Staatsregierung auf, statt Lebensmittelpakete Bargeld an die Flüchtlinge auszubezahlen.
"Essenspakete verstoßen gegen die Menschenwürde. Die Ausgabe von Essenspaketen an Flüchtlingen ist zudem mit einem hohen bürokratischen Aufwand und mit vielen organisatorischen Unzulänglichkeiten verbunden - und erfolgt oft auch unter Missachtung sozialer und religiöser Traditionen der Betroffenen. Außerdem wurden zwielichtige Lieferanten und zwielichtiges Geschäftsgebaren schon öfter von Flüchtlingsorganisationen aufgedeckt. Die Staatsregierung muss endlich Konsequenzen ziehen," betonte der SPD-Fraktionschef.
Der jetzige Skandal (Verteilung von verdorbenen Lebensmitteln an Flüchtlinge) ist für den SPD-Fraktionsvorsitzenden also nur eine weitere Episode in diesem menschenverachtenden Verhalten. Die Lieferanten der verdorbenen Ware müssten schnell und nachhaltig zur Verantwortung gezogen werden.
"Bargeld statt Lebensmittelpakte an die Flüchtlinge auszuzahlen, kommt dem Freistaat nicht teurer. Die Bevormundung erwachsener Menschen wird aber aufgehoben und die Humanität hätte gewonnen," betont Franz Maget.
(15.12.2005)