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Franz Maget zur Erhöhung der Siemens-Vorstandsbezüge: Instinktlos und fahler Beigeschmack der Selbstbedienung

Die Erhöhung der Siemens-Vorstandsbezüge um satte 30 Prozent bewertet der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Maget als "instinktlos und in dieser Zeit völlig unangemessen" und habe den "fahlen Beigeschmack der Selbstbedienung".

Franz Maget: "Wer viel Verantwortung trägt, darf und soll gutes Geld verdienen. Jedoch ist es unverständlich, dass sich der Siemens-Vorstand einen überaus kräftigen Schluck aus der Gehaltspulle gönnt, während im Unternehmen und dessen Tochterfirmen über die Reduzierung von Personalkosten in Hundertmillionenhöhe diskutiert wird. Man kann nicht von anderen einfordern, den Gürtel enger zu schnallen, wenn man selbst den Bauch dermaßen weit hinausstreckt. Wasser predigen, Wein trinken - nach diesem Motto wollen die Siemens-Manager ihrer Belegschaft Opfer abverlangen; zugleich lassen sie sich selbst ungewöhnlich hohe Gehaltssteigerungen genehmigen. Der Firmenkultur dieses großen Traditionsunternehmens mit glanzvoller Geschichte wird dieses maßlose Vorstandsmanöver nicht zuträglich sein."

(20.09.2006)