
Helga Schmitt-Bussinger: Völliges Scheitern des Pilotversuchs für eine Dienstplanungs-Software bei der Polizei zwingt zur Neuausschreibung
In einem Dringlichkeitsantrag fordert die SPD-Landtagsfraktion das sofortige Aus für die Erprobung der Dienstplanungssoftware "DiPlaZ" bei der Bayerischen Polizei. Nach zwei Jahren bestätigen sich die Hinweise etlicher Beamter: "DiPlaZ" funktioniert nicht."
Mit Hilfe einer neuen Software sollten die unregelmäßigen Dienste der bayerischen Polizeibeamten leichter geplant werden, die Arbeitszeit erfasst, Nacht- und Feiertagszuschläge ermittelt und diese Daten online an das Landesamt für Finanzen gemeldet werden. Der Name des Projekts: "DiPlaZ" (EDV-gestützte Dienstplanung und Zeitmanagement).
"DiPlaZ ist gescheitert. Jeder weitere Euro, der in dieses Projekt fließt, ist ein Euro zu viel. Der Innenminister muss die Notbremse ziehen," betont die innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Helga Schmitt-Bussinger.
Der Pilotversuch in Würzburg und Wolfratshausen bestätigte die Hinweise zahlreicher Beamter: "DiPlaZ" erfüllt die Erwartungen nicht, arbeitet teils schlechter als das alte System "ZEPRA". Klares Fazit in einem Bericht des Polizeipräsidiums Unterfranken: "Nach der Überzeugung des Einführungsteams hat der Einsatz der Software bislang keines der gesteckten Ziele erreicht. Es ist weder ein Nachweis der fachlichen und technischen Eignung gelungen noch hat das Produkt gezeigt, dass es in die EDV-Landschaft der Bayerischen Polizei eingebunden werden kann."
Helga Schmitt-Bussinger: "Bayern setzte auf eine Neuentwicklung, anstatt wie andere Bundesländer im Markt eingeführte Produkte anzuwenden. Das haben wir teuer bezahlt. Bevor es noch teurer wird, sollte die Staatsregierung das Projekt umgehend neu ausschreiben, damit auch die Bayerische Polizei endlich ein funktionierendes System bekommt!"
Für Rückfragen ist Helga Schmitt-Bussinger unter der Handy-Nummer 0171/ 8670000 erreichbar.
(29.11.2006)