SPD-Landtagsfraktion zeigt Fotoarbeiten des Allgäuer Künstlers Pit Kinzer im Maximilianeum in München
Franz Maget: Kunst und Kunstförderung soll im Landtag nicht nur Thema kulturpolitischer Debatten sein.
Sie sind zwei Zentimeter klein und beleben die größte Miniatur-Eisenbahn Österreichs im Kaufhaus Gerngross in Kärnten: Modellfiguren vom Trachtler bis zum Astronauten, vom Dienstmann bis zur Golferin. Dort hat sie der Allgäuer Künstler Pit Kinzer aus Markt Rettenbach im Allgäu entdeckt und präsentiert sie auf seinen Fotoarbeiten im Großformat. Zu sehen sind die Bilder jetzt auch im Bayerischen Landtag. Die SPD-Fraktion zeigt die Ausstellung bis zum 9. September in ihre Geschäftsstelle im Maximilianeum.

Pit Kinzers Fotos sind nachgestellte Momentaufnahmen aus dem täglichen Leben, die in Bildsprache und Blickwinkel den Eindruck von Miniaturen unterlaufen, dramatische Szenen, die scheinbar die Wirklichkeit abbilden, aber durch ihre Inszenierung, durch die irritierende Kombination der unterschiedlichsten Figurengruppen verfremdet sind: ein Polizeikordon umstellt eine Schuplattlergruppe, ein Flüchtlingstreck landet auf dem Golfplatz, im Geschäftsviertel kicken Strahlenschutzmänner mit einer Atommülltonne.

"Kunst und Kunstförderung soll im Landtag nicht nur Thema kulturpolitischer Debatten sein", erklärte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Franz Maget, bei der Ausstellungseröffnung im Landtag. Kunst lebt von der unmittelbaren Anschauung. "Darum holen wir Künstler und ihre Arbeiten zu uns in den Landtag. Kunst ist ein Lebensmittel, sie soll auch den Arbeitsalltag begleiten, denn wann sonst kann der Blick auf ein Bild, kann ein Farbfeld, eine Struktur zu mitunter ganz unverhofften neuen Entdeckungen führen", sagt Maget.
Der Künstler, Pit Kinzer, geboren 1951 in Ottobeuren/Allgäu, ist gelernter Schriftsetzer und studierter Architekt (Dipl. lng. FH) und seit 1978 freischaffender Maler, Grafiker und Medienkünstler. Er lebt in Markt Rettenbach.
Mehr: www.pitkinzer.de
Regelmäßig stellt die SPD-Landtagsfraktion in den Räumen ihrer Geschäftsstelle die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus allen Landesteilen Bayerns aus. Als ganz praktischen Beitrag zur Kunstförderung kaufen die SPD-Landtagsabgeordneten jeweils eine der ausgestellten Arbeiten an und geben sie an eine soziale oder bürgerschaftliche Einrichtung weiter, die sie dauerhaft in ihren Arbeitsräumen zeigen kann: Kunst gehört überall hin.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist bis zum 9. November 2007 zu sehen
Montag bis Donnerstag, 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
in der Geschäfsstelle der SPD-Landtagsfraktion
Bayerischer Landtag, Maximilianeum, München
Das Foto oben zeigt SPD-Fraktionschef Franz Maget, den vorsitzenden des berufsverbands der Bildenden Künstler in Bayern, Klaus von Gaffron, und Pit Kinzer (von links) bei der Ausstellungseröffnung.
Es steht in Druckauflösung zum Download bereit:
http://www.spd-landtag.de/bilder_neu/Bilder2007/070418FM_PitKinzer.jpg
Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion von September 2000 bis Oktober 2009. Rundfunkrat