SPD fordert Reformdiskussion zur Lehrerbildung
Hans-Ulrich Pfaffmann zur heute vorgestellten BLLV-Studie
„Bei der Lehrerbildung besteht ein dringender Handlungsbedarf," erklärt der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung Jugend und Sport, der SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann zu der heute vom BLLV vorgestellten Studie, wonach sich angehende Lehrer bei ihrem Berufsantritt alleingelassen fühlen.
In der Studie wurde der fehlende Berufsfeldbezug und der geringe Stellenwert von Fachdidaktik, Pädagogik und Schulpsychologie an den Hochschulen kritisiert. „Gerade der Lehrerbildung kommt in einer zukunftsorientierten Schulenwicklung eine wichtige Rolle zu," so Pfaffmann.
Er fordert eine Reformdiskussion, bei der vier zentrale Punkte im Vordergrund stehen müssen: Die Lehrerbildung müsse einen deutlich wichtigeren Stellenwert an den Universitäten erhalten als bisher. Die Hochschulen müssten speziell für die Lehrerbildung deutlich besser ausgestattet und bei der Prioritätensetzung innerhalb der Unis ein größeres Gewicht bekommen.
Pfaffmann: „Bei der Lehrerbildung muss zudem von der Gleichwertigkeit der Lehrämter ausgegangen werden - und zwar auf der Ebene der Master-Abschlüsse. Die Lehrerbildung erhält einen größeren Praxisbezug und eine bessere Verzahnung von Praxis und Studium sowohl für die Stunden/innen als auch für die Ausbilder."
Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Vorsitzender des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit. Sprecher der oberbayerischen und Münchner SPD-Landtagsabgeordneten.