Der FDP ist Lärmschutz wichtiger als Interessen der Kinder und Jugendlichen
Margit Wild erfreut, dass wenigstens CSU heute im Umweltausschuss einem SPD-Antrag zugestimmt hat
Der FDP sind offensichtlich lärmschutzrechtliche Belange wichtiger als die Interessen der Kinder und Jugendlichen. Beleidigt und trotzig stimmten heute die beiden FDP-Vertreter im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit gegen einen vernünftigen SPD-Antrag. Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, umgehend einen Bericht vorzulegen, um zu gewährleisten, dass der Bestand von Kinder- und Jugendeinrichtungen gegenüber anderen Gesetzesvorgaben und Verordnungen – insbesondere des Lärmschutzes – Vorrang hat.
Zum besonderen Schutz von Kinder- und Jugendeinrichtungen, so die SPD-Abgeordnete Margit Wild, müsste der Freistaat noch eigene Gesetzesinitiativen ergreifen. Weil sie dabei auf einen ähnlich lautenden Antrag der CSU aus dem Jahr 2007 verwies, konnten sich die CSU-Vertreter nach anfänglicher Irritation dem SPD-Anliegen nicht verschließen und stimmten mit den Abgeordneten der Grünen und denen der Freien Wähler dem SPD-Antrag zu.
Die FDP war allein in der Schmollecke, weil sie sich auch noch vorgeführt fühlte. Margit Wild ist verwundert darüber, dass insbesondere ein 29jähriger FDP-Abgeordneter nicht der Meinung ist, dass spielende Kinder die Zukunft und keine Lärmbelästigung sind. „Die kinderfeindliche FDP will offenbar noch Lärmschutzwände um die Kindergärten errichten," so Wild.
Mitglied im Ausschuss des bayerischen Landtags für Bildung, Jugend und Sport.