Namen & Notizen aus der Landtags-SPD
Entschuldigungsferkel bei Sommerfest der SPD-Fraktion vertilgt
Mit einer ganzen Sau von seinem Hof entschuldigte sich Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger bei seiner niederbayerischen SPD-Abgeordnetenkollegin Johanna Werner-Muggendorfer für einen „Missgriff" im Januar beim Neujahrsempfang von Ministerpräsident. Damals hatte Aiwanger die stellvertretende Fraktionschefin der SPD in landsmannschaftlich-freundschaftlicher Verbundenheit beim Grüßen so überschwänglich umarmt, dass er ihr eine Rippe anknackste.
Dafür war jetzt eine Sau als Entschuldigung fällig, die am Mittwochabend im Landtag beim SPD-Sommerfest im Garten der Maximilianeums-Stiftung serviert wurde. Die oberfränkische Abgeordnete und frühere Kulmbacher Oberbürgermeisterin Inge Aures hatte für das Fest das Bier aus ihrer Heimatstadt organisiert; seit Vormittag kümmerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Harald Güller (rechts im Bild), als erfahrener Griller um das Fleisch. Aiwanger ließ es sich nicht nehmen, das erste Stück nach altem Brauch selbst zu kosten, erinnerte doch Werner-Muggendorfer in ihrer launigen Begrüßungsrede daran, dass früher am Land beim Hausschlachten das erste Stück an den Pfarrer und den Lehrer ging und erst, wenn diese wieder auf der Kanzel oder vor der Schulklasse standen, wurde das Fleisch zum Verzehr freigegeben.

Das Foto in Druckauflösung
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Für musikalische Unterhaltung sorgten die „Ochsentreiber" aus Werner-Muggendorfers Heimatstadt Neustadt/Donau – nicht nur mit Gstanzln auf „Aiwanger, Johanna und das Ripperl", sondern auch mit treffenden Versen auf die ebenfalls anwesenden SPD-Oberen Ludwig Stiegler, Florian Pronold und Franz Maget. Der war zuvor noch beim Fußballspiel mit der Landtagsmannschaft gegen die Maximilianeums-Studenten angetreten, musste aber eine herbe 3:8-Niederlage hinnehmen.
Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Landtags für Eingaben und Beschwerden