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27. August 2009
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SPD-Kultursprecherin Zacharias fürchtet um Zukunft des BR-Spitzenorchesters und -Chors und mahnt: Kultur steht als Staatsaufgabe in der Bayerischen Verfassung

Rechnungshof darf bei den BR-Klangkörpern nicht die erste Geige spielen – Nagelprobe auch für Seehofer und dessen Bekenntnis zu Bayern als Kulturland

Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, fürchtet bei einer vom Bayerischen Obersten Rechnungshof aus reinen Kostenrechnung empfohlenen Auslagerung des weltberühmten Symphonieorchesters und Chors des Bayerischen Rundfunks um die Zukunft dieser Klangkörper und mahnt: „Kultur ist in Bayern Staatsaufgabe. Dies steht in der Verfassung des Freistaats und muss uns ein politischer Auftrag sein."

Die SPD-Kultursprecherin erinnert daran, „wie sehr unser Landesvater bei jeder kulturellen Veranstaltung betont, dass Bayern ein Kulturland ist". Zacharias: „Nun kommt es möglicherweise, was die beiden Orchester und den Chor des BR betrifft, zur Nagelprobe. Wenn man den kompletten Klangkörper des BR ausgliedern soll, stellt sich für jeden die Frage, wer das dann bezahlen soll."

„Natürlich hat der Rechnungshof in vielen Bereichen seine Berechtigung", stellt die SPD-Kultursprecherin fest. „Doch ich finde es verantwortungslos, in einem so sensiblen Bereich wie der Kulturförderung, mit der sich nun einmal schwer Geld verdienen lässt, rein fiskalisch mit den Kosten pro Sendeminute Musik im Vergleich zum normalen Programm zu argumentieren, wie dies der Rechnungshof tut." Zacharias: „So etwas ist in jeder Hinsicht kulturlos und mit dem Anspruch Bayerns als Kulturstaat mit Kultur als Staatsaufgabe nicht vereinbar."

Man kann nur dringend bitten und hoffen, dass in Zukunft nicht der Rechnungshof bei den Klangkörpern des BR die erste Geige spielt", betont Zacharias. „Bayern ist ein Kulturstaat – und das muss uns auch etwas wert sein, denn die Kultur insgesamt und die Musik hier im Speziellen sind eben nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit."

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