Kultursprecherin Isabell Zacharias warnt Kunstminister Heubisch vor Ausverkauf der Kulturszene in München
Helle Empörung über Vertragsende für Staatsopern-Dirigent Nagano nach 2013 – Vorboten der Sparmaßnahmen im Kulturbereich, die ganz Bayern erfassen
Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, ist hellauf empört, dass Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) dem äußerst geschätzten und erfolgreichen Münchner Opern-Dirigenten Kent Nagano für 2013 sein Vertragsende am Bayerischen Nationaltheater angekündigt hat. „Diese Nacht- und Nebelaktion des FDP-Ministers stößt bei den Musik- und Opernfreunden auf lauten Protest, hat sich Nagano in den vier Jahren seiner Tätigkeit an der Staatsoper doch in die Herzen der Menschen dirigiert", stellt die SPD-Kultursprecherin fest.
„Das sind die Vorboten der Sparmaßnahmen im Kulturbereich, die die Kultur in ganz Bayern zunehmend kalt erwischen werden und bedeutet einen weiteren Ausverkauf der Kulturszene in München", beklagt Zacharias. Sie verweist auf den bevorstehenden Weggang des international renommierten Direktors des Hauses der Kunst, Chris Dercon, der an die Londoner Tate Gallery wechselt, ebenso wie auf die Unruhe, die es am Gärtnerplatztheater wegen der ungeklärten Leitungsfrage stellt. „FDP-Minister Heubisch ist dabei, namhafte Künstler aus München zu vertreiben und entgegen seinem Regierungsauftrag dem kulturellen Niveau Bayerns zu schaden."
Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses des Bayerischen Landtags für Hochschule, Forschung und Kultur. Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Migrations- und integrationspolitik.