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30. September 2010
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Bayerisches Kinderbetreuungsgesetz ist veraltet

Familiensprecherin der Landtags-SPD Diana Stachowitz fordert Weiterentwicklung des BayKiBiG unter wissenschaftlicher Begleitung

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Diana Stachowitz, fordert die professionelle Weiterentwicklung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG). Die Expertenanhörung des Ausschusses für Soziales, Familie und Arbeit „Vier Jahre BayKiBiG" offenbarte erhebliche Mängel. „Das Gesetz ist veraltet und die erfüllt schon die heutigen Anforderungen nicht", stellt Diana Stachowitz fest. Die Bildungsexpertin schlägt eine wissenschaftliche Begleitung der Weiterentwicklung vor: „Es muss schleunigst weiteres Expertenwissen an Bord, von entsprechenden Instituten sollten Angebote eingeholt werden." Gleichzeitig hält Diana Stachowitz die Einrichtung einer Kommission aus Politik, Verwaltung und Experten für sinnvoll, um den Erarbeitungsprozess transparent zu gestalten und die Qualitätssicherung zu gewährleisten.

340 Millionen Euro pro Jahr erhält die Staatsregierung vom Bund für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung, trotzdem hinkt Bayern vor allem bei der Betreuung der unter Dreijährigen und der Ganztagsbetreuung weit hinterher. „Wenn Bayern mit rund 22 Prozent der betreuten Kinder unter drei Jahren weit von der bis 2013 vereinbarten Betreuungsquote von 35 Prozent entfernt liegt und in rund der Hälfte aller Landkreise weniger als 15 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren einen ganztägigen Kindergartenplatz haben, lässt sich dies nicht als Erfolg verkaufen", kritisiert die Landtagsabgeordnete die Staatsregierung.

Durch den Ausbau der Elternarbeit, die Familien in ihrer Erziehungskompetenz stärkt, durch die Sicherung von flächendeckenden Qualitätsstandards in den Betreuungseinrichtungen und durch die Einstellung von zusätzlichen Erzieherinnen, will die SPD-Landtagsfraktion den Missständen in der Kinderbetreuung begegnen. „Kinder sind unsere Zukunft, in unsere Kinder müssen wir investieren. Gerade hier dürfen wir uns keine falsch verstandene Sparsamkeit erlauben", so Diana Stachowitz.

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