Landtags-SPD zur Nagano-Nachfolge: Petrenko kann Zeitalter des Aufbruchs einläuten
Fraktionschef Rinderspacher: Minister Heubisch muss aus Fehlern lernen
Der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher hat die Berufung von Kirill Petrenko als neuen Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper begrüßt. "Kirill Petrenko kann im Münchner Opernhaus ein neues Zeitalter des Aufbruchs einläuten", so Rinderspacher. Petrenko stehe für ein breites und kreatives Repertoire. "Seine jugendlich-charismatische Strenge am Dirigentenpult wird neue Impulse geben", so Rinderspacher, "München freut sich auf den 'natural born conductor', wie Semyon Bychkov seinen Meisterschüler Petrenko einst nannte."
Der SPD-Politiker forderte unterdessen Kunstminister Heubisch zu einer "ruhigeren Hand" in der Opernpolitik seines Hauses auf. Er erinnerte daran, dass der amerikanische Star-Dirigent Kent Nagano im Juli den Dirigentenstab über Heubisch gebrochen und seinen Rückzug zum Ende der Spielzeit 2012/2013 mit dessen unsteter Kulturpolitik begründet hat. Bereits zuvor hatte der Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Ulrich Peters, harsche Kritik an Heubisch geäußert, nachdem es zu massiven kommunikativen Verwicklungen gekommen war. Rinderspacher: "Heubischs mangelndes Fingerspitzengefühl im Umgang mit international anerkannten Künstlern hat viel Porzellan zerschlagen, das jetzt mühsam aufgeklaubt werden muss. Für die heftigen Verwerfungen und Turbulenzen der vergangenen Monate trägt der Kunstminister die volle Verantwortung. Was wir jetzt brauchen, ist Orientierung, Kontinuität und Stabilität. Der Minister sollte aus seinen Fehlern lernen."
Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion