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07. März 2012
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SPD fordert flexibles Gymnasium für Bayern

Martin Güll: Schüler sollen wählen können, ob sie in acht oder neun Jahren das Abitur erreichen wollen

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung auf, für das bayerische Gymnasium ein Konzept vorzulegen, das den Schülerinnen und Schülern mehr zeitliche Flexibilität ermöglicht, um das Abitur in acht oder neun Jahren zu erreichen. Der SPD-Bildungssprecher und Vorsitzende des Bildungsausschusse, Martin Güll: „Wir wollen Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrer entlasten. Die Struktur des bayerischen Gymnasiums ist zu statisch“.

Der Leistungsdruck ist im achtjährigen Gymnasium besonders in der Unter- und Mittelstufe teilweise unerträglich, weiß Güll aus zahlreichen Gesprächen mit Eltern. Dies sei vor allem auf die verpflichtende zweite Fremdsprache in der 6. Jahrgangsstufe, die deutlich gestiegene Wochenstundenzahl und die ungenügende Lehrplanreduzierung zurückzuführen, so Güll.

Den Belastungen des hohen Leistungsdrucks in den Gymnasien seien rund 6.000 Schüler nicht gewachsen, die jährlich eine Klasse wiederholen müssen. Dazu kommen noch zahlreiche Kinder und Jugendliche, die freiwillig wiederholen oder das Gymnasium vorzeitig verlassen. „Wir verlieren viel zu viele Schülerinnen und Schüler auf dem achtjährigen Weg durch das Gymnasium, sodass die auf Biegen und Brechen umgesetzte Verkürzung kaum mehr nachvollziehbar ist“, erklärt Güll. „Ein flexibler Weg wäre eine gute Möglichkeit, den Druck aus dem achtjährigen Gymnasium zu nehmen“, so der Abgeordnete.

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