Equal-Pay-Day: Leistung muss sich lohnen!
Frauenpolitische Sprecherin Strohmayr kritisiert fehlende Handlungsbereitschaft bei der Beseitigung von Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern
"Leistung, die sich lohnt – das muss für Frauen endlich Realität werden", fordert die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr, anlässlich des Tags der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day).
Auch in Bayern verdienten Frauen bei gleicher Arbeit noch immer acht Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, so Strohmayr. "Im Durchschnitt erhalten sie fast ein Viertel weniger Bruttogehalt. Bei Bankkauffrauen bedeutet das zum Beispiel im Schnitt eine Differenz von monatlich 700 Euro. Und auch im öffentlichen Dienst ziehen Frauen mit einem Verdienstunterschied von etwa sieben Prozent den Kürzeren." Die schlechtere Bezahlung habe zur Folge, dass Frauen im Alter mit rund 500 Euro weniger an Rente auskommen müssten.
"Diese Benachteiligung ist einfach nur beschämend. Es muss jetzt gehandelt werden, anstatt sich andauernd zu drücken vor einer Verpflichtung, wie sie im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) festgeschrieben steht", so Strohmayr. Eine Quote in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst, erläutert die SPD-Politikerin, sei angesichts der ernüchternden Bilanz nach zehn Jahren freiwilliger Selbstverpflichtung zu Chancengleichheit unumgänglich. Frauen seien jedoch ebenfalls in der Pflicht, den Druck ihrerseits zu erhöhen. Zu kritisieren sei ferner der hierzulande vorherrschende männliche Führungsstil, der verantwortungsvolle Jobs mit einer Dauerpräsenz im Betrieb verknüpfe. "Statt dem Gerangel an Platzhirschen brauchen wir neue flexible Arbeitsbedingungen für Führungspositionen."
Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Landtags für Bildung, Jugend und Sport. Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Frauenpolitik und für Entwicklungspolitik. Mitglied der Kinderkommission des bayerischen Landtags.