SPD fordert in Dringlichkeitsantrag Qualität und Gerechtigkeit für Bayerns Bildungswesen
Bildungspolitiker Güll und Strohmayr: Bertelsmann-Studie zum Ganztag eine Schmach für Bayern - Zahl der gebundenen Ganztagsschulplätze muss zum kommenden Schuljahr verdoppelt werden
Der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport im Bayerischen Landtag Martin Güll fordert in einem Dringlichkeitsantrag in der Plenarsitzung am 14. Juni zum kommenden Schuljahr die Verdoppelung der gebundenen Ganztagsschulplätze. "Dass Bayern einmal in Bildungsfragen auf dem letzten Platz in Deutschland landet, ist wirklich ganz bitter", so der bildungspolitische Sprecher der Fraktion. "Die jüngste Bertelsmann-Studie formuliert einen ganz klaren Auftrag: Wir brauchen einen Rechtsanspruch für die Schülerinnen und Schüler auf einen Ganztagsschulplatz, wir brauchen in allen Ganztagsangeboten eine hohe Qualität, und wir brauchen bessere personelle Ressourcen in den bestehenden Ganztagsschulklassen."
Aktuell besuchten lediglich knapp fünf Prozent der Schülerinnen und Schüler in Bayern eine gebundene Ganztagsschule, so die Bildungspolitikerin Dr. Simone Strohmayr. "Es darf nicht sein, dass Kultusminister Spaenle die verschiedenartigen Betreuungsformen wie Mittagsbetreuung, verlängerte Mittagsbetreuung, Horte, Tagesheime und offene Ganztagsklassen als gleichwertig anpreist. Guter Ganztag bedeutet gleiche Qualitätsmaßstäbe für alle Angebote! Hier darf nicht 'Masse statt Klasse' gelten."
Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Landtags für Bildung, Jugend und Sport. Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Frauenpolitik und für Entwicklungspolitik. Mitglied der Kinderkommission des bayerischen Landtags.
Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Vorsitzender des Ausschusses des Bayerischen Landtags für Bildung, Jugend und Sport