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13. August 2012
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SPD fordert Bericht im Landtag zu Transplantationsskandal in Regensburg

Gesundheitspolitikerin Dittmar: Warum haben die Behörden nicht schon 2005 reagiert? - Schwachstellen im System beseitigen

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar fordert einen Bericht im Bayerischen Landtag zum Transplantationsskandal an der Universitätsklinik in Regensburg. „Die aktuellen Vorwürfe, Ungereimtheiten und Manipulationen bei Organtransplantationen in Regensburg und Göttingen haben bereits jetzt zu einem enormen Vertrauensverlust in der Bevölkerung in die Organspende geführt. Dieses verloren gegangene Vertrauen kann nur durch eine lückenlose Aufklärung der Verdachtsfälle und mehr Transparenz im sensiblen Bereich der Organspende wieder hergestellt werden“, stellt Dittmar fest. Die Abgeordnete aus Bad Kissingen fordert darüber hinaus, dass festgestellte Verstöße streng geahndet werden, beispielsweise mit Approbationsentzug bis hin zur Überprüfung der Lizenz von Transplantationszentren.

In einem aktuellen Berichtsantrag fordert die Abgeordnete die Staatsregierung auf, im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit umfassend über die Manipulationsvorwürfe am Universitätsklinikum Regensburg seit 2004 zu berichten. „Mir ist unverständlich, weshalb die beteiligten Institutionen und Behörden nicht schon 2005 den bekannten Verfehlungen des Regensburger Chirurgen nachgegangen sind. Bei einer gründlichen Untersuchung der Patientenakten des beschuldigten Arztes hätten die nun diskutierten Fälle von 2004 auffallen müssen“, stellt Dittmar fest.

Weiter soll die Staatsregierung darlegen, wie sie mit dem Bericht der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer über die Vorkommnisse im Jahr 2005 umging, der 2006 erstellt und den Behörden zugeleitet wurde. Schließlich legt Dittmar Wert darauf, dass die Arbeit der sieben bayerischen Transplantationszentren insgesamt beleuchtet wird. Es gehe darum, Schwachstellen im System zu erkennen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Zu den Schwachstellen zählt Dittmar unter anderem, die Chefarztverträge bei entsprechenden Mengensteigerungen mit Boni auszustatten.

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